Die Welt glaubt man zu bilden leicht,
Und hat am Ende genug erreicht,
Wenn man vom Kampfe mit der Welt
Gebildet sich selbst zurück erhält.
(Friedrich Rückert Haus- und Jahrslieder) "Herbsthauch Projekt"
aus Schweinfurt
Der Komponist, Sänger und Gitarrist
Matthias Kleinhenz
bringt mit vier Musikerkollegen selbstvertonte
Gedichte Friedrich Rückerts (1788-1866) zu Gehör.
Konzerte in Vorbereitung
Vom Büblein das überall hat mitgenommen sein wollen
Die neue Single von Herbsthauch
Eines der schönsten Gedichte von Friedrich Rückert ist mit 'Das Büblein' nun auch von Matthias Kleinhenz vertont worden.
Schreiben Sie uns einfach eine Mail an music[at]herbsthauch.de um jetzt die Single zu bestellen.
Vom Büblein, das überall hat mitgenommen sein wollen Denk an! Das Büblein ist einmal Spazieren gegangen im Wiesental; Da wurd's müd' gar sehr Und sagt': "Ich kann nicht mehr; Wenn nur was käme Und mich mitnähme!"
Da ist das Bächlein geflossen kommen Und hat's Büblein mitgenommen; Das Büblein hat sich auf's Bächlein gesetzt Und hat gesagt. "So gefällt mir's jetzt."
Aber was meinst du? das Bächlein war kalt, Das hat das Büblein gespürt gar bald; Es hat's gefroren gar sehr, Es sagt': "Ich kann nicht mehr; Wenn nur was käme Und mich mitnähme!"
Da ist das Schifflein geschwommen kommen Und hat's Büblein mitgenommen; Das Büblein hat sich auf's Schifflein gesetzt Und hat gesagt: "Da gefällt mir's jetzt."
Aber sieh'st du? das Schifflein war schmal, Das Büblein denkt; da fall' ich einmal; Da fürcht't es sich gar sehr Und sagt': "Ich mag nicht mehr; Wenn nur was käme Und mich mitnähme!"
Da ist die Schnecke gekrochen gekommen Und hat's Büblein mitgenommen: Das Büblein hat sich in's Schneckenhäuslein gesetzt Und hat gesagt: "Da gefällt mir's jetzt."
Aber denk! die Schnecke war kein Gaul, Sie war im Kriechen gar zu faul; Dem Büblein ging's langsam zu sehr; Es sagt': "Ich mag nicht mehr; Wenn nur was käme Und mich mitnähme!"
Da ist der Reiter geritten gekommen, Der hat's Büblein mitgenommen; Das Büblein hat sich hinten auf's Pferd gesetzt Und hat gesagt: "So gefällt mir's jetzt!"
Aber gib acht! das ging wie der Wind! Es ging dem Büblein gar zu geschwind; Es hopft darauf hin und her Und schreit: "Ich kann nicht mehr; Wenn nur was käme Und mich mitnähme!"
Da ist ein Baum ihm in's Haar gekommen; Und hat das Büblein mitgenommen; Er hat's gehängt an einem Ast gar hoch, Dort hängt das Büblein und zappelt noch.