Gedichte und Texte
Friedrich Rückert Büste

Gedichte und Texte

Lieber Besucher und Friedrich Rückert Freund

wir versuchen hier durch Information die Werke und das Wirken F. Rückerts einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Jede Unterstützung duch Texte, Übersetzungen oder neue Ideen ist stets wilkommen.



Autumn breeze (Herbsthauch)

Heart, grown so old now and still not shrewd,
are you hoping from day to day that the fruit,
which shining spring didn't bear for you
will be brought still by the autumn?

The trifling wind doesn't leave off the rose-bush
always to stroke, always to caress,
roses enfolds its breeze in the morning;
by the evening it disperses the roses.

The trifling wind doesn't leave the rose-bush
until he clears it completely.
It's all just a breeze in the wind, o my heart,
that we beloved and created.

(Friedrich Rückert Herbsthauch; Übersetzung Klaus Hanemann)

Auszüge aus - Die Weisheit des Brahmanen - 1836-39

Was man zum Guten wie zum Bösen denken kann,
Nimm, sei's zum Bösen auch gemeint, zum Guten an.

-

Wie sich der Erdschooß nie erschöpft an Lust und Glück;
Denn alles was er gibt, fließt auch in ihn zurück.

-

Zu denken ist wohl schön,
noch schöner ist zu dichten.
Am schönsten beides miteinander zu verrichten.

-

Wer immer Reicher nur will werden, ist nie reich;
Wer besser werden will, ist und wird es zugleich.

-

Ein ganzer Frühling wächst mit einmal aus der Erden;
Was Menschen wirken, kann nur Eins ums Andre werden.


Friedrich Rückerts erste Übertragung einer größeren Sanskrit Dichtung erschien 1828, als er bereits Professor für Morgenländische Sprachen an der Universität Erlangen war.



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